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Hildegard Heilkunde und die basische Ernährung

Basische Ernährung ist eine seit etwa 1913 in der Alternativmedizin bekannte Ernährungslehre. Beim Eiweißabbau während der Verdauung entstehen im Körper schwefelhaltige Aminosäuren (Methionin und Cystein) und aus diesen wiederum schweflige Säure, die über den Urin ausgeschieden wird und diesen ansäuert. Wobei ein niedriger pH-Wert zeigt, dass die Säureausscheidung funktioniert. Diese Aminosäuren sind v.a. in Fleischgerichten enthalten, u.a. aber auch in Eiern, Hartkäse und fettem Fisch (Hering, Makrele). Die Säurebildung wird also durch eine Ernährung moderner „Zivilisationskost" mit hohem Eiweißanteil gefördert. Gicht, Arthrose, Neurodermitis, Osteoporose, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Schlaf- und Herzrhythmusstörungen, Allergien und auch Krebs als Folge von Entzündungsprozessen können die Folge sein.

Eine gängige Hypothese ist heute, dass die überschüssigen Säuren – im Bindegewebe gespeichert - basische Mineralien des Körpers z.B. aus den Knochen an sich binden, was letztendlich zur Demineralisation des Knochengewebes und zur Osteoporose führe.

Dem entgegenzuwirken sollte auf eine basenbildende (basische) Ernährung zurückgegriffen werden.

Grundlage einer dementsprechenden Ernährung ist u.a. das Dinkelgetreide. Gegenüber den anderen Getreidearten reagiert der Dinkel im Körper eher basisch und nimmt damit eine vorhandene Übersäuerung weg. Z. B. lindern Dinkelflocken, gut eingespeichelt und durchgekaut Sod- und Magenbrennen. Ausdrücklich warnt Hildegard vor roh gegessenen Getreidekörnern, wie sie v.a. in den „Müslis" enthalten sind, denn sie enthalten Phytinsäure, welche die Kalziumresorption im Körper behindert, besonders im Alter, wenn das Volksleiden Osteoporose zunimmt. Deshalb muss diese Reaktion der Phytinsäure durch Hitzeeinwirkung (kochen, backen) vor dem Verzehr ausgeschaltet werden. Im Übrigen gilt das gründliche Einspeicheln und Durchkauen für alle Speisen, wie im Volksmund bekannt„Gut gekaut ist halb verdaut".

 

„Dinkel ist das beste Getreide, es ist wärmend, fettend

und gelinder als alle anderen Getreidekörner".

Hildegard v. Bingen

 

 

 

 

 

Der Dinkel bildet gutes Muskelfleisch und gesundes Blut (führt zu einem guten Blutbild), gleich in welcher Form Dinkel genossen wird. Also gilt auch hier ihr berühmter Ausspruch „Cervisiam bibat – man trinke Bier", wobei das Bier aus Dinkel gebraut sein sollte. Aber auch das Hefeweizen-Bier in Maßen genossen beeinflusst das Blut positiv durch den Gehalt an Vitamin B12 und den homocysteinsenkenenden Bestandteil, welcher eine Rolle in der Hemmung der Tumorentwicklung (Neoplasien) spielt.

Basenbildend:

  • Gemüsesorten, wie z. Bsp. Grün-,Rosen und Blumenkohl, Wirsing, Brokkoli, Gurken, Karotten, Kartoffeln, Kohlrabi.
  • Das basischste aller Gemüse ist die Kichererbse. Im vorderen Orient wird sie zu dem bekannten Humus verwendet. In Indien dient sie als Kraftspeise für Sportler wegen ihres Gehaltes an Vitamin B15, der Pangamsäure. Man kann Kichererbsen wie Bohnen zubereiten.

    • Obstsorten, wie z. Bsp. Ananas, Avocado, Apfel, Banane, Birne.
    • Kräuter und Salate, wie z. Bsp. Basilikum, Brennessel, Dill, Eisbergsalat, frischer Löwenzahn.
    • Sonstige: Frischkäse, Tofu, Molke, Kefir. Kaltgepresste Öle, Honig, süße Mandeln, ungeschwefelte Aprikosen, Kürbiskerne, Wermuttrank, trockener Wein.

      Säurebildend:

      Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukte, Eier, Süßigkeiten, Limonaden, Kaffee.

      Eine Übersättigung des Urins mit Harnsäure durch tierisches Eiweiß z.B. Innereien kann durch eine basenreiche vegetarische Kost mit Dinkel, Kichererbsen und Maronen vermieden bzw. ausgeglichen werden.

       

      Empfehlungen in der Hildegard Naturheilkunde

      • Balsam-Fencheltee
    • Schafgarbenkraut
    • Wermuttrank
    • Folgen eines mangelhaften basischen Milieus sind u.a.

      1. Zahnfleischschwund – Parodontose (Behandlung mit Rebaschenzahnpflege)

      2. Haarausfall (Behandlung mit Pflaumenaschenlauge)

       

      HP A. Gollwitzer

       

      Literatur

      Bisping M.F. Dinkel und Weizen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2017

      Dumann D. Symposium Internationale Gesellschaft Hildegard v. Bingen, Schloss Hersberg, 7.9.2018

      Pukownik P. Naturheilpraxis 7, 1076, 1998

      Strehlow, W. Die Ernährungstherapie der Hildegard v. Bingen, Knaur 2009

      Wikipedia.org/wiki/Basische_Ernährung, 2018

      Foto Begleittext: Ein Dinkelfeld wie es sein sollte ohne halmverkürzende Hormone und Pestizide.

      Foto: Wolfgang Gollwitzer

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