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Unterstützung der Lunge durch Regeneration der Leber

Werkstatt des Lebens

 Woher hatte Hildegard ihr Wissen von der Leber und ihren Funktionen?

Die Ärzte jener Zeit wussten nichts vom Leberstoffwechsel und schon gar nichts vom Pfortaderkreislauf.

Hildegard schreibt aber in Causae & Curae:

„Die Leber verhält sich beim Menschen wie ein Gefäß, in das Herz, Lunge und Magen ihre Säfte ausgießen, welche dann die Leber wieder in alle Organe zurückfließen lässt.“

Dies könnte also wieder einer der zahlreichen Visions-Beweise sein, die uns immer von neuem in Erstaunen versetzen.

Die eine Hauptaufgabe der Leber besteht darin, das Blut mit lebensnotwendigen Nahrungsstoffen zu versorgen und zu verarbeiten, z.B. Eiweiße, Kohlehydrate, Fette und Mineralien. Die andere Hauptaufgabe der Leber ist ihre Entgiftungsfunktion. Sie entzieht dem Blut schädliche Schad- und Schlackenstoffe, sowie Gifte, wie Alkohol, Nikotin, chemische Arzneimittel. Diese Stoffe werden in ungiftige, wasserlösliche Verbindungen umgewandelt und durch die Nieren ausgeschieden.

Nimmt der Körper durch Maßlosigkeit zu viel dieser Gifte auf, wird die Leber „verstopft“ (Stauungsleber); sie kann anschwellen (Fettleber) oder letztendlich zerstört werden (Schrumpfleber).

Hildegard beschreibt oft auch Stoffwechselstörungen (Dyskrasie) als auslösende Ursache. Wenn die schlechten Säfte -  „Mali Humores“ – überhand nehmen. Ist der Leberstoffwechsel gestört, wird auch die Lunge in Mitleidenschaft gezogen.

Einige hildegardische Lebermittel können auch die Lunge positiv beeinflussen. Z. Bsp. die Behandlung eines chronischen Hustens aufgrund eines lang bestehenden Leberleidens mit Hirschzungenkräutertrank.

Indikationen: Hauptmittel bei jahrelanger Bronchitis, Lebermittel, welches zugleich die Lunge reinigt (Leber-Lungen-Husten).

Die Hildegard Medizin lehrt, dass bei chronischen Erkrankungen die Leber in der Regel mitbehandelt werden soll. Dies gilt auch für das chronische Lungenleiden welches  ursächlich an der Leber liegen kann. Prinzip der Behandlung ist, Leber und  Lunge gleichzeitig zu berücksichtigen. Indikationen sind u.a. chronische Bronchitis, Asthma mit Leberbeteiligung, Hormonregulationsstörungen, Leberstoffwechselstörungen, Kopfschmerzen unklarer Genese. 

Aus dem Hirschzungengewürz  (bestehend aus 2 Komponenten) kann man sich den Trank leicht selber zubereiten: Das Hirschzungenfarnkraut wird in Wein gekocht, Honig hinzugefügt und weiter kurz gekocht. Mit langem Pfeffer und Zimt (2. Päckchen) nochmals aufkochen und abseihen. Die Kurdauer beträgt 4 Wochen, 3 x tgl. 1 Likörglas (15 – 20 ml) nach dem Essen.

Trank erhältlich unter https://shop.hildegard.de/Hirschzungenkraeutertrank   

Gewürz   https://shop.hildegard.de/Hirschzungengewuerz

WERMUTTRANK als FRÜHJAHRSKUR

Hildegard schreibt darüber in Ihrer Physica:

„Wenn der Wermut frisch grünt, dann zerstampfe ihn und presse durch ein Tuch den Saft aus.

Dann koch Wein mit Honig und gieße von diesem Saft so viel in den Wein, dass der Saftgeschmack den Wein- und Honiggeschmack übertrifft.

Das trinke vom Mai bis Oktober jeden dritten Tag nüchtern vor dem Frühstück.“

Für die Leser dieses Textes stellt sich immer wieder die Frage, was Hildegard mit “... jedem dritten Tag...“ meint. Dr. Hertzka hat dies so interpretiert:

Am 1. Tag trinkt man morgens nüchtern 1 Likörglas (ca. 20 ml), am 2. Tag wird pausiert, um am 3. Tag wieder ein Likörglas nüchtern zu trinken. Diese Zählweise kommt aus dem Glaubensbekenntnis: „ am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten“.

Kurmäßig wird von dem Trank also von Mai bis Oktober jeden zweiten Tag morgens nüchtern  1 Likörglas getrunken.

Der Wermuttrank ist eine weinhaltige Zubereitung aus Bio-Wein, Honig und Wermutsaft. Wermuttrank mit seinem charakteristischen süß-bitteren Geschmack eignet sich außerdem vorzüglich als Aperitif vor allen Mahlzeiten. Auch als besondere Grundlage für harmonische Cocktails wird Wermuttrank sehr geschätzt.

Indikationen: Zur Vorbeugung gegen Erkrankungen der Lunge (Winteranfälligkeit, Grippe), Nierenschwäche, vorzeitige Alterserscheinungen und Arteriosklerose, Magen-und Verdauungsstörungen, Ausfluss und Unterleibsentzündungen. "Schwerblütigkeit", Herzschwäche, Augenschwäche.

Aufgrund seiner wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe (ätherische Öle und Bitterstoffe – z.B. Absinthin) ist der Wermut ein besonders schönes, klassisches Beispiel eines Amarum-Aromatikums (aromatische Bittermittel), da es gleichzeitig bitter und aromatisch schmeckt. Der Anteil an ätherischen Ölen verleiht dem Wermut krampflösende und durchblutungsfördernde Eigenschaften. Dadurch werden die Verdauungsorgane und die Niere gut durchblutet (auch in jedem Kräuterbuch nachzulesen). Hildegard nennt diesen Effekt: . . . unterdrückt die Lanksucht und die Schwarzgalle (Melancholie), macht die Augen klar, wärmt den Magen und bereitet ein gute Verdauung . . .“ Die Gallensaftproduktion wird angeregt durch die enthaltenen Bitterstoffe, unterstützt somit den Verdauungsprozess und trägt zur Klärung bei.

erhältlich unter https://shop.hildegard.de/Wermuttrank   oder

6 Flaschen zum Sonderpreis https://shop.hildegard.de/Wermuttrank_1

Wermut, Artemisia absinthium, gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist ein Halbstrauch, eine ausdauernde Pflanze, die unten verholzt, deren Zweige in der aktuellen Vegetationsperiode hingegen nicht verholzt sind. Er steht in seinen Eigenschaften zwischen krautiger Pflanze und Strauch. Die nicht verholzten Pflanzenteile sterben am Ende der Vegetationsperiode ab. Der Neuaustrieb zu Beginn der Vegetationsperiode erfolgt aus den verholzten Pflanzenteilen. Blüten und Samen stehen an den einjährigen Trieben.

Wermut ist eng verwandt mit dem Beifuß und der Stabwurz (Artemisia abrotanum). Verbreitet ist er in den Trockengebieten des gemäßigten Eurasiens und Südostsibiriens bis ins westliche Mittelmeer. Der von uns zur Herstellung des Wermuttrankes verwendete Wermut stammt aus biologisch betriebener, deutscher Kultur.

Seine Verwendung lässt sich bis ins 7. Jahrhundet v.Chr. zurückverfolgen. In der Therapie ist Wermut ein Universalheilmittel mit verschiedenen und zeitlich begrenzten Schwerpunkten gewesen. Dioskurides, Galen und Hildegard v. Bingen betonen mehr oder weniger die Behandlung gastrointestinaler Störungen. Eine Bestätigung durch pharmakologisch-klinische Versuche hat bisher nur die Anwendung als Stomachicum erfahren.

Neben den arzneilichen Eigenschaften des Wermuts findet sich in der Literatur eine Reihe von Hinweisen auch zur nicht medizinischen Anwendung. Die bekannteste dürfte der Absinth sein, auch „grüne Fee“ genannt. Die ursprüngliche Rezeptur stammt von zwei schweizer Schwestern, die 1769 ein Destillat aus Wermut, Anis, Zitronenmelisse und anderen Kräutern brauten. Verbreitet wurde das Getränk durch französische Truppen, die während der Algerienkriege zur Verbesserung der „Kampfmoral“ Absinth-Rationen verabreicht bekamen.

Da Absinth aufgrund seines extrem bitteren Geschmacks nicht pur „genossen“ werden kann, wird er traditionell – ähnlich dem „Pastis“ – mit Wasser und Zucker verdünnt. Durch Ausfall der ätherischen Öle, die in Wasser nur schwer löslich sind, entsteht eine grünliche, schlierige Flüssigkeit. Dieses Aussehen, gepaart mit dem das Bewusstsein vernebelnden Effekt des Alkohols und der halluzinogenen Wirkung des im Wermutöl enthaltenen Thujons, gab dem Getränk seinen Namen: la fée verte – die grüne Fee. Der bekannteste Fall von Absinth-Missbrauch ist Vincent van Gogh.

Thujon entsteht im Sommer in den Blüten des Wermutstrauches und ist deshalb in dem Frühlingswermut, der zur Herstellung des Wermuttrankes verwendet wird und noch keine Blüten aufweist, nicht enthalten

HP A. Gollwitzer

Literatur

Hertzka G. Kleine Hildegard Hausapotheke, S. 114 und S.170 4. Auflage 2010 Christiana Verlag

Hose S. „Der Wermut, Arzneipflanze für Kranke und Kultige“, Zeitschrift für Phytotherapie, 4, 187,
              2002;  Strehlow W. Hildegard-Heilkunde von A – Z, Seite 64 + 141, Knaur 2010

Hertzka/Strehlow, Die grosse Hildegard-Apotheke, Christiana Verlag, Stein am Rhein

Strehlow W. Die Heilkunde der Hildegard v. Bingen, Lüchow-Verlag Stuttgart 2000

Illustration: Andrea Gollwitzer

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