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Das Hildegard Fasten ist eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, um den Körper von seinen Gift- und Schlackenstoffen zu reinigen und die Seele von ihren Belastungen zu befreien. Fasten ist nicht gleich Hungern. Der Körper bleibt in jedem Fall leistungsfähig und aktiv, auch beim völligen Verzicht auf feste Nahrung.

Im Rahmen der Hildegard Ernährung gibt es drei Varianten der Fastenkur:

  1. Mit Dinkel, Obst und Gemüse fasten
  2. Brotfasten
  3. Hildegard-Fasten

Die erste ist zugleich die leichteste Fastenform: Vier bis sechs Wochen lang ernährt man sich drei mal täglich von Dinkel, Obst und Gemüse. Diese Diät kann von jedem durchgehalten werden und ist einfach durchzuführen.

Das Brotfasten dagegen fordert im zweitägigen Wechsel die normale Hildegard Diät sowie die Reduktionskost, die ausschließlich aus Dinkelprodukten und Fencheltee besteht.

Das Hildegard-Fasten geht noch einen Schritt weiter: etwa eine Woche darf nur flüssige Nahrung zu sich genommen werden. Zur Auswahl stehen Dinkelkaffee, Fenchel und Kräutertee, Suppe und verschiedene Säfte.

Sollten Sie zum ersten Mal fasten, so wäre es sinnvoll, mit einer der beiden anderen Varianten zu beginnen oder aber in einer Gruppe zu fasten. Das erleichtert den Einstieg und verhindert vorzeitiges Abbrechen.

Bei allen Kuren sollte darauf geachtet werden, daß man sich eine Stunde pro Tag an der frischen Luft bewegt.

Hildegard von Bingen, Heilfasten

Einleitung

Das Hildegard-Fasten ist eine einfache Methode, um den Körper von seinen Gift- und Schlackenstoffen zu reinigen und die Seele von ihren Belastungen zu befreien. Hildegard empfiehlt das Fasten als psychotherapeutisches Universalmittel für 29 von 35 seelischen Krankheiten. Die meisten Leute sind ganz erstaunt, dass sie völlig ohne Essen aktiv, fröhlich und leistungsfähig sein können. Dabei ist das Fasten eine natürliche Methode. Einige Tiere sind große Fastenkünstler und verbringen die größten Leistungen im Fasten; z. B. verkriecht sich die Bärenmutter in ihre Höhle und bringt im Winter meist zwei Junge zur Welt, die sie, ohne zu fressen und zu trinken, allein aus ihrem Fett nährt. Putzmunter kommt die Familie Bär im Frühjahr wieder aus ihrer Höhle. Der Hirsch verzichtet in seiner Brunftzeit auf das übliche Futter, um bei seinen Hirschkühen für Nachwuchs zu sorgen, wobei er darüber hinaus seine Rivalen meist unter lebensgefährlichen Kämpfen in die Flucht schlägt.

Genauso ist das Fasten für den Körper eine Erholung, da er die tägliche Verdauungsarbeit einspart und die frei werdende Energie für seine Regeneration verwendet. Die Seele erholt sich beim Fasten, da sie sich der Flut der täglichen Probleme und Gedanken nun besser widmen kann, weil der Körper entlastet ist. Dadurch ist der Mensch zu geistigen Höhenflügen fähig, weil alles aus dem Wege geräumt wird, was uns von Gott trennt.

Die 3 Schwierigkeitsstufen des Fastens

I. Die leichteste Fastenform mit Dinkel, Obst und Gemüse
Das Dinkelfasten erfolgt nach einer 4- bis 6-wöchigen konsequenten Basisdiät mit Dinkel, Obst und Gemüse und kann von jedermann durchgehalten werden. Ein Übermaß an tierischem Eiweiß und Milcheiweiß sowie an fettreichen Speisen ist zu vermeiden. Die Patienten werden darauf hingewiesen, sich mindestens 1 Stunde pro Tag in irgendeiner Form an der frischen Luft zu bewegen, wobei auch Tanztherapie, Gymnastik, Atmungs- und Haltungstherapie und andere bewährte Bewegungstherapien auf dem Tagesplan stehen. Konflikte, Folgen von Überbelastung, Frustration, Ärger, Angst, Ehrgeiz und anderen Stressformen, die zu funktionellen und organischen Störungen führen können, müssen in dieser Zeit durch die Hildegard-Psychotherapie (s. weiter unten) überwunden werden. Beim Dinkelfasten wird 3mal am Tag Dinkel in irgendeiner Form angeboten, wobei auch Gemüse, Obst und Salate in der breitestmöglichen Palette, den Jahreszeiten angepasst, auf dem Tisch erscheinen. Ernährungsplan Dinkelfasten
Morgens: Habermusvariationen: Schrotbrei, Körner, Porridge, Frühstücksbrötchen usw.
Mittags: Dinkelreis, Dinkelnudeln, Dinkelspätzle, Dinkelgrieß, Dinkelknödel mit Gemüse und Edelkastanien, Dinkelkopfsalat, Obstsalat.
Abends: Dinkelschrotbrei, Grießsuppe oder Dinkelbrot mit Butter bzw. Kräuterkäse.

II. Das Brotfasten Die Dinkelreduktionskost
Bei der Dinkelreduktionskost isst man in 2-tägigem Wechsel die normale Hildegard-Diät, an Reduktionstagen ausschließlich Dinkelbrot und Fencheltee, wobei auch Dinkelkopfsalat zum Mittagessen gereicht werden kann. Auf tierisches Eiweiß, Milcheiweiß und tierisches Fett (Butter) muss an den Reduktionstagen verzichtet werden. Von dieser Reduktionskost kann man sich lange Zeit, bis 6 Monate lang, ohne jegliches Gesundheitsrisiko ernähren. Besonders bei Übergewichtigen und Bluthochdruckpatienten sowie Stoffwechselkranken ist diese milde Methode sehr beliebt. Es entsteht weder ein Hungergefühl noch wird der Appetit stimuliert, da am Reduktionstag nach Bedarf Dinkelbrot und Fencheltee bzw. Dinkelkaffee in beliebiger Menge zur Verfügung stehen. Aus der großen Erfahrung berühmter Fastenärzte weiß man, dass Menschen bis zu 10 Jahre lang unter extremen Bedingungen von Vollkornbrot und Wasser leben können. Da an den Reduktionstagen keine tierischen Eiweiße oder Fette angeboten werden, ist der Körper gezwungen, seine eigenen Eiweiß- und Fettspeicher abzubauen, wobei sowohl eine Gewichtsreduktion als auch eine Entschlackung und Umstimmung bei ernährungsbedingter Überernährung erfolgen. Ich möchte das Beispiel eines 36 Jahre alten männlichen Fastenpatienten erwähnen, der sich nach einer Hildegard-Fastenkur entschloss, sein Körpergewicht von 143 Kilo bei einer Größe von 182 cm durch eine Dinkelreduktionskost weiter zu senken. Nach 6 1/2 Monaten hatte der Patient insgesamt 46 Kilo abgenommen und sah strahlend aus wie ein junger Mann. Zusätzlich brachte ihm diese Kur eine eiserne Disziplin. Ohne Eile und Stress konnte er jetzt seine Arbeit verrichten, während er früher „nie fertig wurde“.

Ernährungsplan bei Dinkelreduktionskost
Am 1. Tag normale Hildegard-Küche mit Dinkel, Obst und Gemüse, also abwechslungsreiche Mischkost, wobei auch Fleisch und Milcheiweiß als Beilagen gereicht werden können.
Am Reduktionstag:
Morgens: Habermus mit Apfelkompott, Zimt und Dinkelkaffee
Mittags: Dinkelkopfsalat, Dinkelreis, Dinkelgrießsuppe, Dinkelschrotbrei, Dinkelnudeln ohne Ei
Abends: Dinkelbrot und Fencheltee

III. HILDEGARD - FASTEN
Das Hildegard-Fasten ist die schwierigste Fastenform Daher sollte es am besten nicht allein, sondern – vor allem, wenn man das erste Mal fastet – gemeinsam mit anderen durchgeführt werden. Es besteht darin, nichts zu essen, sondern 8 bis 10 Tage nur ein Fastengetränk zu sich zu nehmen, das nach dem Subtilitätsprinzip, d. h. nach dem Heilwert der Nahrungsmittel, ausgesucht wird:

  • Dinkelkaffee, Fenchel- und Kräutertee
  • Dinkelgrieß-Gemüse-Suppe und
  • Obstsäfte, z. B. Apfel- oder Traubensaft, mit Fencheltee vermischt.

Der Fastenbeginn mit Ingwerlutschtabletten Mit den Ingwerlutschtabletten
erreicht man zu Beginn aller Hildegard-Fastenformen ein mildes Umschalten auf die körpereigene Selbstversorgung aus den Schlacken des Bindegewebes, wobei nur die schlechten Säfte den Körper verlassen und die guten erhalten bleiben. Am ersten Fastentag lässt man 10 Tabletten morgens noch nüchtern, am besten im Bett, langsam im Munde zergehen; noch vor dem Trinken von Dinkelkaffee oder Fencheltee.
Originalpackung mit 150 Tabletten.
Zutaten: Ingwerwurzelpulver, Zitwerwurzelpulver, Süssholzwurzelpulver.

Der Fastenernährungsplan
Morgens: Man beginnt den Tag bei dieser Fastenkur damit, dass man Dinkelkaffee oder Fencheltee trinkt, eventuell gesüßt mit 1 TL Honig.
Mittags: Mittags trinkt man eine Dinkelfastenbrühe (Dinkelgrießsuppe) mit viel Gemüse.

Rezept gilt für 2 Personen:
Dinkelfastenbrühe 300 g Gemüse (Fenchelknollen, grüne Bohnen, Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel), Wasser, 2 EL Dinkelgrieß, gehackte Kräuter (Petersilie, Beifuß, Gundelrebe, Liebstöckel, Menge nach Geschmack), Gewürze (Bertram, Quendel, Galgant, Muskat, Menge nach Geschmack), 1 Prise Salz Das Gemüse fein schneiden, bei offenem Topf in wenig Wasser dünsten und pürieren. Dinkelgrieß 5 Minuten in 1 l Wasser aufkochen. Püriertes Gemüse dazugeben, kurz aufkochen, würzen und mit Salz abschmecken.

Abends: Abends trinkt man Fencheltee mit Apfelsaft oder eine Dinkelkörnerbrühe.

Dinkelkörnerbrühe 300 g Gemüse (Fenchelknolle, Sellerie, Bohnen, Karotten, Rote Beete, Petersilienwurzel), 1 Tasse Dinkelkörner, Kräuter und Gewürze s. o., 1 l Wasser Das fein geschnittene Gemüse und die übrigen Zutaten (Kräuter erst kurz vor Ende der Garzeit zugeben) werden 20 Minuten im Wasser aufgekocht. Das Ganze absieben und die Flüssigkeit warm trinken.

Nach der Fastenkur bewährte Rezepte aus der Hildegard-Küche: Selleriecremesuppe
250 g Sellerie,
1 l Gemüsebrühe,
1 l Wasser,
1 EL Butter,
40 g Dinkelmehl,
1 EL Sahne, Salz,
1 Prise Zucker, Pfeffer, Bertram, gehackte Sellerieblätter
Den geschälten Sellerie in Scheiben schneiden und gleich danach mit dem Wasser zum Kochen bringen (um das Braunwerden zu verhindern). Nach dem Aufwallen auf kleiner Stufe weiter köcheln lassen. Den weich gekochten Sellerie pürieren. Aus Butter, Dinkelmehl und etwas Selleriebrühe eine Suppenschwitze bereiten. Restliche Brühe dazugeben und nochmals aufkochen lassen. Mit Salz, Zucker, Pfeffer, Bertram abschmecken. Vor dem Servieren mit Sahne verfeinern und mit gehackten Sellerieblättern bestreuen.
(W. Strehlow: Die Ernährungstherapie der hl. Hildegard, Lüchow Verlag).

Hühnerbrüste mit Weinblättern
4 Hühnerbrüste,
8 Weinblätter,
1TL Galgantwurzel geschnitten,
1/2 Fenchelknolle,
1 Zwiebel,
1 Karotte,
1 Knoblauchzehe,
1 Tasse Weißwein und
1 Tasse Hühnerbouillon oder 2 Tassen Weißwein,
Salz, Pfeffer, Bertram
Für die Beize die fein geschnittene Zwiebel und Karotte andünsten und mit Wein und Hühnerbrühe ablöschen. Fein geschnittene Galgantwurzel, fein geschnittene Fenchelknolle und gepresste Knoblauchzehe dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Bertram abschmecken. Die Hühnerbrüstchen enthäuten, entbeinen und halbieren. Jedes Stück mit einem Weinblatt umwickeln und für 2 bis 12 Stunden in die Beize legen. Die Brüstchen samt der Beize in einer feuerfesten Glasform bei 180 Grad ca. 45 Minuten backen. Die Hühnerbrüstchen warm stellen, die Sauce mit Dinkelmehl binden und über die Hühnerbrüste gießen. Dinkelspätzle dazu servieren. Fenchelsalat 750 g Fenchelgemüse (kleinere Knolle), 1/2 Bund Petersilie (glatte), 1/8 l trockener Weißwein, 1/2 l Wasser, Salz, 1 TL Rohrzucker, 3 EL Weinessig, 4 EL Sonnenblumenöl, Bertram, etwas schwarzer Pfeffer Harte Stiele und Kraut von den Fenchelknollen entfernen, das Kraut aber aufheben. Fenchel waschen und halbieren. Wasser,Wein, Salz und Zucker aufkochen, Fenchel hineinlegen und halbweich garen lassen (ca. 15 Min.). Fenchel abtropfen und abkühlen lassen. Fenchelkraut und Petersilie klein zerhacken. Die halbierten Fenchelknollen jeweils in vier Streifen schneiden, auf eine tiefe Platte setzen und mit Essig, Öl, den zerhackten Kräutern, Pfeffer und Gewürzen anrichten. Variation: Man kann auch rohen Fenchelsalat bereiten, wofür man dann die einzelnen Fenchelblätter in kleine Streifen schneidet und mit einer Salatgrundsauce (Zitronen- oder Essigmarinade) oder Joghurtsauce anrichtet. Das klein gehackte Fenchelkraut zum Garnieren benützen. Eignet sich sehr gut für Fischgerichte.
(Wighard Strehlow: Die Ernährungstherapie der heiligen Hildegard, Lüchow Verlag.)

Bratäpfel zum Fastenbrechen
4 säuerliche Äpfel, 2 EL gemahlene Mandeln, 2 EL Honig, 1 TL Zimt Kerngehäuse ausstechen und die Öffnung mit einer Mischung aus Mandeln, Honig und Zimt füllen. Im Backofen bei 200 Grad weich backen.

Literatur:

  • W. Strehlow: Ernährungstherapie der Hildegard von Bingen, Lüchow Verlag
  • W. Strehlow: Hildegard-Heilkunde von A–Z, Droemer & Knaur Verlag

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