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Sind die Visionen der heiligen Hildegard v. Bingen wahrhaftig?

Im Rahmen der Feiern zum 900. Geburtstag von Hildegard v.Bingen fand in Bingen am Rhein vom 13. – 19.9.1998 ein internationaler Kongress statt, an dem zahlreiche Historiker aus dem In- und Ausland teilnahmen. Sie versuchten die zum großen Teil kontrovers überlieferten Daten und Zusammenhänge über das Leben und Wirken der hl. Hildegard in ein objektives Licht zu rücken.

Die Ergebnisse wurden von Professor Dr. Alfred Haverkamp von der Universität Trier in einem über 600 Seiten starken Werk zusammengefasst, das im Verlag Philipp von Zabern – Mainz erschienen ist. Titel: „Haverkamp, Hildegard von Bingen“

Einer der Referenten, Professor Dr. Jean-Claude Schmitt von den Ecoles des Hautes Etudes en Sciences Sociales, Paris, setzte sich unter dem Titel „Die Zurückweisung des Traums“ mit der Originalität der hildegardischen Visionen auseinander. Da gerade dieses Thema noch immer unerschöpflichen Diskussionsstoff  liefert, seien seine positiven Erkenntnisse hier auszugsweise wiedergegeben: Haferkamp 357ff

 „Zu Beginn kommt Hildegard, mit Begriffen Augustins sprechend, jeglicher Verwechslung ihrer  Visionen mit dem Seh-Sinn zuvor. Dabei stellt sie der „körperlichen Vision“, den „Augen des Fleisches“ und den „äußeren Sinnen“ auf der einen Seite die „spirituelle Vision“, die „Augen des Geistes“ und die „inneren Sinne“ auf der anderen Seite gegenüber. Ihre Visionen entspringen auch nicht einem pathologischen Zustand, einer körperlichen oder Geisteskrankheit, der phrenesis. Sie wurden nicht vom Teufel bewirkt, es sind keine fantasmata, keine Trugbilder, die der Satan kraft seiner engelhaften Fähigkeiten in den Geist der Menschen eingibt, vor allem im Schlaf.

Dieser Verdacht wird um so leichter ausgeräumt, als Hildegard darauf besteht, dass sie weder schlief noch träumte, sondern immer vollkommen wach war, mit voller Beherrschung ihres Körpers, Ihres Willens und ihrer geistigen Kräfte. Ihre Visionen waren sogar öffentlich, sie empfing sie nicht an einem verborgenen, einsamen, „verschlossenen“ Ort, sondern immer an „offenen“ Orten, das heißt im Blickfeld und mit Wissen der Klostergemeinschaft. keine Verfälschung und keine menschliche oder teuflische Manipulation können also unterstellt werden. Sie hatte himmlische Visionen und hörte göttliche Stimmen, Offenbarungen, die ihr durch göttlichen Willen zuteil wurden. Und dennoch wurde, wie sie darlegt, ihr Geist nicht „entrückt“ (in excessu mentis). Da aber in der Visionsliteratur die Kategorien verschwimmen, trifft Hildegard hier eine klare Unterscheidung zwischen der „spirituellen Vision“, die sie erlebt hat, und der Ekstase.

Jeglicher Verdacht, der auf der Wahrhaftigkeit der Visionen lasten könnte, muss deswegen ausgeräumt werden. Sie war nicht wahnsinnig, weder schlief noch träumte sie. Sie wurde nicht die Beute des Dämons, ja sie behauptet, nicht einmal in Ekstase versetz worden zu sein, deren spektakulärer Charakter die kirchlichen Autoritäten hätte beunruhigen und Zweifel wecken können“.

Aus Hildegard Ernährungslehre Heft 24 S. 3

Haverkamp A. Hildegard v. Bingen in Ihrem historischen Umfeld; Verlag Philipp v. Zabern, Mainz 2000, S. 251 „Die Zurückweisung des Traums“.

H:Eidat\Hildegard\Visionen echt

Verfasser: Wolfgang Gollwitzer

 

 

Alte Dinkelsorte in Genbank Spitzbergen eingelagert

1984 erwarb Wolfgang Gollwitzer, Inhaber der JURA-Naturheilmittel Konstanz, in Ermatingen/Schweiz die seinerzeit regional einzige verfügbare Dinkelsorte `Ostro´ . Auf einem kleinen Betriebs-Versuchsfeld säte er auf sandigem Lehmboden eine Probe davon aus.

Von den im Folgejahr 1985 geernteten Körnern säte er an gleicher Stelle erneut aus. Und so fort, bis zur Ernte 2010. Stets an gleicher Stelle, auf nie gedüngtem oder irgendwie sonst behandeltem Boden. Auch die 25. Generation hatte noch dieselbe Qualität wie das einstige Ausgangssaatgut.

Durch die Vermittlung des IPK Gatersleben – Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung – wurde nun eine Probe dieser letzten Ernte in der Genbank Svalbard Global Seed Vault auf Spitzbergen eingelagert. In einer Berghöhle, 120 m tief im Permafrost, einer Art riesigem Tresor, werden bis jetzt 4,5 Millionen Duplikate von Saatgutmustern aller global verfügbaren Nutzpflanzenarten bei minus 18°C. sicher aufbewahrt. Hauptziel ist eine möglichst vollständige Erhaltung der wichtigsten Nutzpflanzenarten in ihrer Sortenvielfalt.

Sie sollen dort vor Naturkatastrophen, Klimawandel, Epidemien und Kriegen sicher sein.

Hildegard von Bingen
"Etwa 800000 Samen von Nutzpflanzen lagern tiefgekühlt in einem Tresor auf der norwegischen Arktis-Insel Spitzbergen. Die eingelagerten Saaten sind die eiserne Reserve der Menschheit. Bei einer globalen Katastrophe wäre das Gewölbe eine Art Arche Noah der Pflanzenwelt."

 

Stichwortverzeichnis erschienen zur
HILDEGRAD-BIOGRAPHIE von Eduard Gronau

Wie allen Lesern der bedeutendsten Hildegard Biografie von Eduard Gronau bekannt ist, fehlt ein Stichwortverzeichnis. Der Verfasser ist kurz vor Vollendung seines Werkes verstorben. Wolfgang Gollwitzer hat sich bemüht, diese Lücke zu füllen und einen Index mit etwa 180 Stichwörtern herausgebracht, der allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Die Leser aller bisher erschienenen 4 Auflagen können mit dem Werk jetzt jedoch wesentlich besser arbeiten als vorher.

Dieser Index kann ausschließlich schriftlich beim Verfasser angefordert werden:
Wolfgang Gollwitzer, Nestgasse 2, 78464 Konstanz; e-mail: jura@hildegard.de
Alle Rechte zu diesem Index liegen beim Verfasser.

 

JURA-Naturheilmittel GMP-zertifiziert

Im Juli 2009 wurde die JURA KG vom Regierungspräsidium Tübingen im Rahmen der nationalen Arzneimittelüberwachung inspiziert. Im Rahmen dieser Überprüfung wurde die Übereinstimmung mit den Grundsätzen und Leitlinien der Guten Herstellungspraxis gemäß Richtlinie 2003/94/EG bestätigt.
GMP ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung "Good Manufacturing Practice". Das bedeutet, dass die Produktionsstätte JURA KG alle arzneimittelrechtlichen Anforderungen an den neuesten Stand der Produktionstechnik, der Dokumentation, Qualitätskontrolle und Hygiene voll erfüllt.

Diese Inspektion findet alle 3 Jahr statt, wobei das GMP-Qualitätsmerkmal stets um weitere 3 Jahre verlängert wird.

 

Wir führen auch vom gelben Enzian das Enzianwurzelpulver in hoher Qualität.

Hildegard von Bingen, Enzianwurzel gemahlen
GENTIANA LUTEA, gelber Enzian.

Originalpackung zu 50g 4,25 € Art. Nr.227 Enzianwurzel gemahlen, Inhalt 50 g

Hildegard schreibt in ihrer Physica:
"Der gelbe Enzian ist ziemlich warm. Wer aber solchen Schmerz des Herzens leidet, wie wenn es kaum an seinem Strang hinge, der pulversiere Enzian, und er esse dieses Pulver in Suppen, und es stärkt sein Herz. Aber auch wer Fieber im Magen hat, der trinke oft von diesem Pulver in warmen Wein, der durch erhitzten Stahl erwärmt wurde, und sein Magen wird vom Fieber gereinigt werden."

Zur Anwendung macht Dr. Hertzka in seiner großen Hildegard-Apotheke folgende Angaben: Da die von Hildegard beschriebene Erwärmung des Weines mittels eines erhitzten Stahl-Stabes doch etwas umständlich ist, nehme man einen Tauchsieder und erhitzt damit 250 ml guten Weiss-oder Rotwein, dem man eine Messerspitze (ca. 0,1 - 0,2 g) Enzianpulver zugesetzt hat nur soweit, dass der Wein ganz leicht siedet, dann entfernt man den Tauchsieder.